Das kleine miese Gefühl – Neid

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Das kleine miese Gefühl Neid

Als gestern der Anruf von meiner Freundin Inge kam, in dem sie mir freudenstrahlend erzählte, dass sie im September für 6 Wochen eine Südamerika –Rundreise gebucht habe, konnte der Zeitpunkt nicht unglücklicher sein.

Gerade an diesem Morgen hat mir mein Göttergatte eröffnet, dass er bis Ende des Jahres beruflich so engagiert ist, dass an Urlaub nicht zu denken sei. Aber mir zu liebe würde er sich eine Woche im November freischaufeln.  Na super!

Und dann erwischte mich Inges Anruf und ich konnte ihre Glücksmomente nicht teilen. Und nicht nur das, ich fragte mich „Warum klappt´s bei Inge und nicht bei mir?“

Wie ein Blitz kommt mir der Werbesport von Jade Mascara in den Sinn, in dem sich Frauen fragen „Was hat sie was wir nicht haben?“ Keine Werbung hätte diesen Erfolg, wenn nicht die Message Millionen Menschen bekannt wäre.

Schön, ich war nicht alleine, aber es gefiel mir trotzdem nicht.  Umso mehr ich mich für mein Gefühl schämte, desto hartnäckiger wurde es. Mich hatte der Ehrgeiz gepackt und ich wollte das Gefühl positiv verändern.

„Neid entsteht durch die eigene geringe Wertschätzung. Die Diskrepanz  zwischen dem was wir sind und dem was wir sein wollen ist groß. Ist sie zu groß, verzagen wir.“ – Aha!

Zu dem Gedanken „Die Welt ist ungerecht zu mir.“  sollte man sich ruhig die Frage stellen „Was tun die Menschen dafür, die mehr erreichen?“    Konkret am Beispiel: Welche Situation hat sich Inge mit Mann geschaffen, dass sie reisen können?

Wieviel Zeit, Engagement und Energie möchten Sie investieren um das Gewünschte zu erreichen?   Eine gute Frage, für die ich Zeit brauche zum Ausloten. Ich setzte mir für meine Antwort eine Frist.

Wird das Neidgefühl empfunden, reagieren Frauen meist traurig. Männer hingegen nehmen Neid als Ansporn.   Das kommt mir bekannt vor.

Neid als Ansporn zu nutzen schwächt das nagende Minderwertigkeitsgefühl. Ah, das ist die Lösung!

 

Der Lösungsweg:

Zunächst sollte ich mir eingestehen, dass ich neidisch bin. Na gut. Anschießend analysiere ich, wie wichtig mir das Gewünschte ist. Wenn es mir sehr wichtig erscheint, muss ich mir die Frage stellen, wie viel es mir wert ist und mit welchem Einsatz ich es erreichen möchte.

Im Grunde ganz einfach. Das Minderwertigkeitsgefühl kann behandelt werden wie eine Gleichung.  Auf der einen Seite weniger Wertigkeitsgefühl  – auf der anderen Seite  Zeit, Engagement und Energie.

Am besten halte ich meine Abmachung mit mir selbst schriftlich fest, für den Fall, dass ES es vergisst oder zu Streitigkeiten kommt.

 

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