Bergwandern: Zwei Touren im Ötztal – mittelschwer

 

Bergwandern im Ötztal

Teil II. : Bergwandern im Ötztal

 

Seit Jahren fahren wir auf unserer Route nach Italien am Ötztal vorbei. Das wollten wir  ändern. Es wurde allerhöchste Zeit, dass wir wieder österreichische Berge bestiegen.

In diesem Jahr  (heuer) waren unsere Waden noch nicht richtig trainiert. Der Grund: Wenn wir Zeit hatten, hat es geregnet. Wenn das Wetter stabil war, waren wir anderweitig engagiert. So kam eins zum andern und die Muskeln sahen fürs Bergwandern bemitleidenswert aus. Aber wir waren guter Dinge, noch.

Deshalb gönnten wir uns nach der Ankunft eine kurze Akklimatisierungszeit, immerhin liegt Sölden auf  1.368 Höhenmeter. In Ruhe suchten wir uns zwei Bergtouren aus.

 

Von Vent zur Martin-Busch-Hütte

 

Martin-Busch Hütte

 

Inspiriert durch eine Fernsehsendung, wollte ich einen Teil der Alpenüberquerung erwandern. Unsere erste Tour ging von Vent zur Martin-Busch-Hütte.

Die Route führte gut beschildert auf einem breiten Fahrweg in Richtung Hütte. Aufgrund eines Steinschlags Anfang August, wurde ein kleiner Umweg angelegt und wenn ich ehrlich bin, ist dieser Teil eine willkommene Abwechslung  auf dem eher eintönigen Weg. Fahrwegbreit ist der Aufstieg zur Hütte ohne Schwierigkeiten zu bewältigen, vorausgesetzt die Kondition stimmt. 600 Höhenmeter sind 600 Höhenmeter, egal wie breit ein Weg ist. Diese Route ist auch in der Zeitschrift Mountainbike zu finden und eine begehrte Strecke für ambitionierte Mountainbiker.

Auf der Hütte werden die Gäste von einer dynamischen Besatzung empfangen und es dauert nicht lange bis ein gutes Essen und eine große Apfelsaftschorle vor einem stehen.

Die Martin-Busch-Hütte bietet Übernachtungsmöglichkeiten für Alpenüberquerer und Bergsteiger. Wir haben uns mit einem begrenzten Aufenthalt begnügt und noch am selben Tag den Rückweg nach Vent angetreten.

Als wir auf der Höhe des erwähnten Steinschlags waren, habe ich Geräusche gehört, die sich anhörten wie Schüsse. Dann folgte ein Getöse und eine große Staubwolke. Wir hatten aus der Ferne live ein Steinschlag miterlebt.

Aufstieg: 600 Höhenmeter
Gehzeit: 2.5 Stunden
Anforderung: Kondition

 


 

Wanderung – mittelschwer- Hochsölden – Peerler See

Hochsölden (2.083 m) – Peerler See (2.466 m)

 

Peerler See

 

Von Hochsölden geht es auf dem Dr. Bachmann-Weg zum kleinen tief blauen Peerler See. Der schmale, aber nicht ausgesetzte Bergpfad  ist gut begehbar und gilt als leicht bis mittelschwer. Durch ein Auf und Ab sind auch hier Höhenmeter zu sammeln. Die Route führt über weiche Almböden, durch zum Teil urwüchsiges Gelände, Geröllfelder und große Steine, aber nie wird es abschüssig oder ausgesetzt.

Das Panorama  auf die Stubaier Alpen ist überwältigend! Noch einmal ein kurzer deftiger Anstieg und nach 25 Minuten erreichten wir den Peerler See, der auch Bergler See genannt wird. Leider pfiff der Wind so stark, dass wir nach kurzem Aufenthalt den Rückweg antraten. Die Landschaft mit ihrem urwüchsigen Charme und dieser sagenhafte Blick auf die umliegende Bergwelt haben mich nachhaltig beeindruckt, mehr als der Bergsee, der als Ziel angepeilt wurde.

Diese Route kann auch als Rundweg, über die Leitenbergalm und Edelweiss Alm erwandert werden.

Gehzeit: bis 3 Stunden
Anforderung: Kondition, Trittsicherheit

 

Fazit: Ötztal – gerne wieder!

Müder Wanderer

 


 
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