Ein stabiler Beckenboden ist wichtig

Den meisten Frauen ab 35 Jahren ist das Thema Beckenbodentraining bekannt. Mit  zunehmendem Alter rückt ein stabiler Beckenboden vermehrt in den Fokus.

Autor: Servus Senioren

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Beckenbodentraining

Mit stabilem Beckenboden mehr Lebensqualität

Wir, Frauen 50 plus, achten auf unseren Körper, führen Ganzkörpertraining durch und achten auf eine gute Kondition, aber ein gezieltes Beckenbodentraining wird gerne vernachlässigt. Wohl auch aus dem Glauben heraus, die restliche Muskulatur wird es schon richten.

Bei einem Interview mit einer Chiropraktikerin fragte ich, welche Übungen für den unteren Lendenwirbelbereich am besten wären und erhielt die Antwort `die, die Sie nicht mögen, Beckenboden-Übungen.´ Die Antwort kam so prompt und überzeugend, dass ich mich entlarvt fühlte.

Das kommt Ihnen irgendwie bekannt vor? Da sind Sie nicht alleine und es lässt nur einen Schluss zu: Es wird Zeit mit dem Beckenbodentraining zu beginnen!

Warum ein Beckenbodentraining wichtig ist.

Die Beckenbodenmuskulatur ist das Fundament unseres Körpers und die am wenigsten beachtete Muskulatur, vermutlich, weil wir sie nicht sehen können. Dabei hat sie eine besondere Funktion. Sie sorgt für einen aufrechten Gang und gibt uns Kraft aus der Mitte.  Wie in einer Schale hält sie die Organe in ihrer natürlichen Position.

Die Beckenbodenmuskulatur gliedert sich in drei Muskelschichten, wobei die Mittlere die stärkste ist. Sie befindet sich im vorderen Becken, direkt unterhalb der Blase.

Ihre Funktion

das Anspannen zur Sicherung der Kontinenz
das Entspannen, zum Wasserlassen, beim Stuhlgang oder beim Geschlechtsverkehr
und das reflektorische Gegenhalten, wie zum Beispiel beim Husten oder Lachen.

Nur ein gezieltes Training sichert die Erhaltung einer guten Funktion.

Mit zunehmendem Alter und einem sinkenden Östrogenspiegel, aufgrund der Menopause, lässt die Spannkraft und Elastizität der Muskeln und Bänder nach. Aber auch andere Ursachen, wie zum Beispiel zu viel Sitzen, zu wenig Bewegung, Heben von schweren Gegenständen, so wie Erschütterungen intensiver Sportarten, zum Beispiel Tennis spielen, sind für eine schlaffe Muskulatur mitverantwortlich.

Glaubt man Physiotherapeuten und anderen Fachleuten, dann lässt sich mit einem gezielten Beckenbodentraining, 2 mal die Woche durchgeführt, Inkontinenz vermeiden, mehr Gefühl im Sexualleben entwickeln und die unteren Lendenwirbel halten ihre Position.

Sollten sich schon die ersten Anzeichen einer schlaffen Muskulatur, zum Beispiel beim Husten zeigen, keine Bange, dieses Defizit lässt sich wieder mit einem Trainingsplan abbauen.

Beckenbodentraining

Wer gerne in einer Gruppe trainiert, findet bei örtlichen Fitnessstudios spezielle Beckenbodenkurse. Auch Pilates, – und Yogakurse enthalten Übungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur.

Wer gerne Übungen alleine durchführen möchte, aber sich unsicher mit der Ausführung ist, für den ist vielleicht ein Personaltrainer das Richtige.

Sport, – und Fitnessbegeisterte, die ihren Körper gut kennen, aber versehentlich nur das Einbinden von Beckenbodenübungen vergessen haben, finden auf Youtube gute Anleitungen und motivierende Übungsangebote.

Wie auch immer, eine gute Grundspannung ist das A und O und sorgt für eine gute Lebensqualität. Let´s go.

 

!  Beim Husten den Beckenboden entlasten

Hier noch ein Tipp zu einer entlastenden Körperhaltung beim Husten:

Sitzend, den Oberkörper auf eine Seite drehen, den Kopf mit Blick leicht nach oben – Husten

… einfach, aber wirkungsvoll. Sie werden feststellen, dass mit dieser Haltung die obere Bauchmuskulatur zum Husten aktiviert wird, und der Druck auf die Beckenbodenmuskulatur entfällt.

Keine Ausreden mehr


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