Multifunktionsschuhe auch zum Bergwandern?

Wer aus Leidenschaft wandert kennt den Unterschied zwischem gutem und weniger gutem Schuhwerk.

Autor: Heiner Kant
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Getestet:

Multifunktionsschuhe Samomon XA Pro 3D Goretex

40 Jahre lang war ich der Überzeugung, dass für eine Bergwanderung allein ein Bergstiefel Mittel der Wahl ist. Alle die mit anderem Schuhwerk am Berg unterwegs waren, habe ich belächelt. Nun habe ich neulich bei wunderbarem Sommerwetter auf der Kreuzspitze eine Gruppe junger durchtrainierter Bergwanderer getroffen, die zum großen Teil leichte Multifunktionsschuhe an ihren Füßen hatten. An ihrer sonstigen Ausrüstung konnte ich erkennen, dass sie zum einen sehr erfahren, zum anderen nicht leichtsinnig waren. Also konnte, so meine Überlegung, die Schuhwahl so falsch nicht sein.

Zurück im Tal führte mich mein nächster Weg in ein Sportfachgeschäft. Stabilität, Trittsicherheit und insbesondere auch Nässeschutz sollte mein neuer Traumschuh bieten. Ganz nebenbei sollte er natürlich auch bequem sein, was bei meinen Füßen nicht unbedingt einfach sein würde.

Relativ schnell viel meine Wahl auf den Salomon XA Pro 3D Goretex* – wie mir der Fachverkäufer versicherte, ein bewährter Klassiker in der dritten oder vierten Ausbaustufe. Leider war die Farbauswahl etwas beschränkt, so dass meine Frau mich mit leicht schreckgeweiteten Augen ansah, als ich in meinen neuen quietschgelben Schuhen aus dem Laden trat.
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Erste Bergwandernung mit leichtem Multifunktionsschuh

Voller Tatendrang nahm ich am nächsten Tag eine etwa viereinhalb stündige Bergwanderung in Angriff. Diese sollte mich von Hochsölden an den Perlersee und zurück führen. Über leicht ansteigende Almwiesen, einen schmalen aber gut zu gehenden Pfad und einigen verblockten Stellen ging es mit herrlichen Ausblick auf die Ötztaler Alpen bis auf 2500 m hinauf; immer hörte ich in mich hinein, was mein Körper, insbesondere meine Füße, zu dem für dieses Gelände ungewohnten Schuhwerk wohl in Richtung Gehirn zur Weiterverarbeitung melden würden. Genial war das leichte und beschwingte Laufgefühl. Keine harte steigeisenfeste Sohle hinderte die Abrollbewegung der Füße. Trotzdem hatte ich immer sicheren Halt, selbst bei der Überquerung eines Geröllfeldes. Auch bergab überzeugte der Schuh voll und ganz. Meine Bedenken, dass ich mich in felsigem und stufigem Gelände unsicher fühlen würde, waren unbegründet.

 

Mein Fazit

… dieses ersten Testlaufes ist, dass Multifunktionsschuhe in gewissem Umfang am Berg durchaus ihre Berechtigung haben; nichtsdestoweniger wird es natürlich im hochalpinen Gelände immer Touren geben, für die der Bergstiefel die einzige vernünftige Wahl ist.

 


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