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Arthrose. Was hilft, wenn die Finger steif werden?

Arthrose führt zu starken Schmerzen in den Gelenken. Trotzdem ist Bewegung wichtig für den Krankheitsverlauf.

Autor: Servus Senioren

Arthrose in Finger- und Handgelenke
Arthrose in Finger und Hand-  © Servus Senioren

 

Gesundheit im Alter

Arthrose. Was hilft, wenn die Finger steif werden?

Arthrose ist eine chronische Krankheit, von der man immer öfter hört, um so älter man wird. Bis zu 25 Prozent aller Menschen über 40 Jahre entwickeln eine Arthrose der Finger- oder Handgelenke. 50 Prozent der Senioren werden von dieser Krankheit geplagt, Frauen leiden häufer als Männer.

Wenn der Gelenkknorpel über der Fingergelenkfläche immer dünner wird, als Stoßdämpfer nicht mehr funktioniert und durch den mangelnden Schutz die Reibung den Knochen verändert, spricht man von Arthrose.

 

Ursachen für Hand- und Fingerarthrose

Ein Verschleiß der Gelenke aufgrund von schwerer Arbeit oder langjähriger körperlichen Belastung kann nicht die alleinige Ursache sein, denn viele Handwerker, Arbeiter oder Pianisten zeigen auch im fortgeschrittenen Alter keinen Gelenkverschleiß. Also, was ist die Ursache? Hier sind sich die Mediziner nicht einig und außerdem ist diese Krankheit bis ins Detail noch nicht erforscht. Da aber Frauen häufiger von dieser Krankheit betroffen sind als Männer, stehen Ursachen wie Störungen im hormonellen Haushalt, Stoffwechselstörungen oder familiäre Veranlagungen auf der Liste ganz weit oben.

 

Auftreten der Symptome

Nicht alle Gelenke sind gleich schwer betroffen oder schränken gleich ein. Während ein Teil der Betroffenen starke Schmerzen empfindet, kann der andere Teil fast schmerzfrei leben und stört sich hauptsächlich ’nur‘ an der Bewegungseinschränkung.

Ein Verschleiß an den Mittel- und Endgelenken der Finger zeigt sich meist durch Gelenkverdickungen und Verkrümmungen. Am häufigsten ist das Sattelgelenk des Daumens betroffen.

Arthrose am Daumensattelgelenk bedeutet eine hohe Einschränkung im alltäglichen Leben. Bewegungsabläufe die man tagtäglich vornimmt, ohne darüber nachzudenken, werden zur Belastung. Türschloss öffnen, Flasche auf- oder zudrehen, Dose öffnen, Knöpfe schließen, Schuhe binden, Füße waschen… die Handikap-Liste ist lang und wird  bestimmt von Betroffenen im Geiste weitergeführt. Gott sei Dank gibt es in den Sanitätshäusern vor Ort oder auch in Onlineshops, wie zum Beispiel bei walzvital, Alltagshilfen die die Bewegungsabläufe in der Körperpflege und der Haushaltsführung erleichtern. Und welch ein Glück, dass es in der heutigen Zeit eine große Auswahl gibt. Noch vor 20 Jahren sah dies anders aus, und was sind schon 20 Jahre? Hier kann man nur an alle findigen Menschen appellieren weiter zu tüfteln, denn die Gruppe der Senioren wächst.

Heilung ist leider nicht in Sicht, ein Knorbelverschleiß lässt sich nicht beheben. Aber der Krankheitsverlauf, den kann beeinflussen.

 

Was hilft, wenn die Finger steif werden?

Neben der Verwendung von Alltagshilfen ist Bewegung das A und O.

Wie bei allen Verschleißerkrankungen der Gelenke, sollten Aktivitäten an die verbleibende Beweglichkeit und der Schmerztoleranz angepasst werden.

Wenn Griffpositionen starke Schmerzen auslösen ist es ratsam, ehemals
einhändige Tätigkeiten mit beiden Händen durchzuführen. Sollte die Bewegung zu starke Schmerzen auslösen, ist der Gebrauch einer Alltagshilfe sinnvoll.

Ein regelmäßiger Einsatz der Hände bis an die Schmerzgrenze kann die
Geschmeidigkeit der Gelenke unterstützen, jedoch sollten einseitige, sich ständig
wiederholende Belastungen vermieden werden.

Nach dem Motto:  Wer rastet, der rostet  – so lange wie möglich und so viel wie möglich die Gelenke bewegen.

Übrigens, auch aus physiologischer Sicht ist Bewegung sinnvoll. Da der Knorpel nicht
durchblutet wird, erhält er Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit, welche sich durch
Bewegung besser im Gelenk verteilt.

 

Tipps

> Wärme tut vielen Patienten gut. Kneten Sie einen Schwamm im warmen Wasser, das hilft.

> Bei akuten Schmerzen durch Überlastung hilft zur Linderung Kälte. Bewegen Sie einen Coolpack auf der betroffenen Stelle mehrmals täglich circa 2 Minuten auf dem schmerzenden Gelenk immer hin- und her.

> Eine weitere Möglichkeit sind Bandagen und Tapeverbände, sie wärmen und schützen die betroffenen Gelenke.

> Vor dem Training oder der Gymnastik ein Aufwärmphase von mindestens 7 Minuten hinzufügen hilft die Gelenke „in Wallung zu bringen“.

> Regelmäßige Übungen mit den Fingern sollten möglichst ohne Belastung durchgeführt werden.

 

Arthrose Finger

 

 

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