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Fasten ist Frühjahrsputz mit Augenmaß

Fasten ist in aller Munde. Kein Wunder, es ist Fastenzeit. Hier ein paar Gesundheitstipps

Autor: Servus Senioren

Fasten, GEsundheitstipps zum Fasten

 

Gesundheit

Fasten ist wie Frühjahrsputz, aber mit Augenmaß

Fasten ist inzwischen weit mehr als ein religiöses Ritual, viele Menschen fasten ihrer Gesundheit zuliebe und um ein paar lästige Pfunde loswerden. Allerdings sorgt der Jo-Jo-Effekt dafür, dass man nach dem Fasten die Pfunde meist schnell wieder zulegt – eine dauerhafte Gewichtsreduktion ist in der Regel nur durch eine Ernährungsumstellung zu erreichen. Um seinem Körper etwas Gutes zu tun, kann es sinnvoll sein, beim Heilfasten auf stark verarbeitete Lebensmittel wie zum Beispiel Fertiggerichte und Fast Food, Süßigkeiten und Knabbereien zu verzichten. Auch der Verzicht auf verarbeitetes Fleisch und Wurstprodukte kann der Gesundheit guttun. Denn diese Nahrungsmittel führen langfristig zu Übergewicht und oft zu einem Mangel unter anderem an Eisen, Folsäure, Jod, Kalzium und Vitamin E, dafür zu einer sehr hohen Aufnahme von Kochsalz. Alkohol hat einen fast doppelt so hohen Energiegehalt wie Kohlenhydrate oder Eiweiß und sollte beim Fasten auch gemieden werden.

Tipps zur Motivation

Doch für das Fasten gilt es einige Regeln zu beachten und wertvolle Tipps helfen bei der Motivation. Die wichtigsten Kniffe gegen den „inneren Schweinehund“ liegen auf der Hand: Ein fester Starttermin und eine festgelegte Fastenzeit erleichtern den Einstieg und das Fasten. Auch viele kleine Teilziele sind leichter zu erreichen als ein großes Fernziel, am Besten formuliert man Ziele fest mit sich selbst. Eine Belohnung bei der Erreichung eines Teilziels motiviert für die nächste Etappe und Freunde oder Bekannte, die man informiert hat, unterstützen beim Fasten zusätzlich. Und wenn man doch mal schwach geworden ist? Gehen Sie nicht zu streng mit sich ins Gericht und geben Sie sich selbst eine neue Chance.
Das Heilfasten sollte jedoch immer mit Augenmaß und nach Abstimmung mit dem Hausarzt erfolgen. Bei einseitigen Diäten und radikalen Fastenkuren besteht das Risiko, dass der Körper nicht ausreichend mit wichtigen Nährstoffen wie beispielsweise Vitaminen und Mineralien versorgt wird. Darum ist Heilfasten für Schwangere, Kinder oder kranke, ältere Menschen generell tabu. „Heilfasten sollten nur gesunde Erwachsene durchführen und das auch nur mit vorheriger Rücksprache mit dem Hausarzt,“ bestätigt Anja Ettischer, Ernährungswissenschaftlerin bei der AOK Baden-Württemberg. „Sind Fastenkuren medizinisch notwendig, müssen sie unter ärztlicher Aufsicht stattfinden.“


Quelle: AOK Baden-Württemberg

 

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