Ohne Zucker, aber bitte süß

Wenn man auf Zucker verzichten will, aber nicht auf Süßes, gibt es gesunde Alternativen. Doch ist Zuckerersatz wirklich so gut oder nur ein überteuerter Hype?

Autor: Servus Senioren
Ohne Zucker. Backen ohne Zucker

 

Köstlichkeiten

Ohne Zucker, aber bitte süß

Wer auf Zucker verzichtet, weil es der Gesundheit förderlich ist, hat sein Ziel im Auge. Wenn es dann auch noch schmeckt, nussig, schokoladig und einfach lecker, dann hat man den richtigen Weg gefunden.

Aber Vorsicht, nicht jeder Ersatz für Haushaltszucker ist auch wirklich gesünder.

 

Ersatzzucker: Honig

Honig ist ein Naturprodukt und ist reich an Vitamine und Mineralien, wie Vitamin C und B, Magnesium, Kalzium, Phosphor und Eisen. Auch Pollen-Allergiker können von der gesunden Wirkung profitieren, wenn sie das gelbe Gold in der Vorsaison in kleinen Dosen verzehren. Doch Honig hat viel Zucker in Form von Glukose und Fructose und sollte deshalb nur zum Verfeinern verwendet werden.  Hier gilt: Weniger ist mehr!

 

Ahornsirup ohne Zucker?

Der goldgelbe bis dunkelgelbe Sirup wird aus den Stämmen des Zuckerahorns gewonnen. Ahornsirup enthält Vitamin B, genauer B3 und B5 und reichlich Kalium. Dennoch ist ein hoher natürlicher Zuckergehalt in Form von Saccharose und Fructose vorhanden. Er ist zwar geringer wie bei Honig und Zucker. Will man die gleiche Süße erreichen wie bei Zucker, braucht man mehr, was wiederum die Kalorienwerte steigert. Deshalb stufen wir Ahornsirup nicht wirklich als Zuckerersatz ein.

Auch hier gilt: Weniger ist mehr.

 

Agavendicksaft & Agavensirup ohne Zucker

Agavendicksaft wird aus der Agave, einer Kakteenart gewonnen. Der Saft weist einen niedrigen Glykämischen Index von 43 auf und provoziert daher weniger Insulin, was gut ist. Der Agavendicksaft ist jedoch eine Mischung aus Glucose und Fructose, ähnlich wie Zucker. Pro Einheit erhält er 7 x mehr Fructose als der weiße Haushaltszucker. Ein hoher Fructoseinhalt ist ungesund; eine hoher Verzehr unterstützt die Entstehung von Insulinresistenz, erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck und Fettleibigkeit. Menschen mit Fructoseintoleranz sollten gänzlich auf Agavensirup verzichten.

Deshalb gilt auch hier: Weniger ist mehr.

 

Stevia als Zuckerersatz

Stevia wird seit jeher in Südamerika als Süßkraft verwendet. Bei uns wurde die Pflanze erst 2011 zugelassen. Stevia hat den Vorteil, dass der Insulinstoffwechsel nicht beeinflusst wird und keine Kalorien hat. Damit ist dieser Zuckerersatz für Diabetiker in Maßen geeignet. Allerdings hat diese Wunderpflanze auch Nachteile.

Um den Süßstoff zu extrahieren, wird Chemie eingesetzt. Aus diesem Grund wird Stevia im Biohandel nicht zugelassen. Für den Geschmack und die Süße ist die Zusammensetzung der Steviolglycoside ausschlaggebend. Das Steviosid hat einen leichten bitteren Eigengeschmack, während das Rebaudiosid A süß schmeckt. Stevia-Produkt, die mehr als 90 % Reb-A aufweisen, sind bitterfrei.

Sehr oft wird der eigentliche Süßstoff, mit anderen Zuckerersatzstoffen angereichert. Deshalb beim Kauf gezielt auf die Zutatenliste schauen.

Hier gilt: Reines Stevia, mit einem Reb-A Anteil von über 90 %  ist eine Alternative zu Zucker. Augen auf beim Kauf.

 

Erythrit ohne Zucker

Erythrit ist 100 % zucker- und kalorienfrei. Damit ist er sehr gut für Diabetiker und ernährungsbewusste Menschen geeignet. Erythrit kommt ganz natürlich in reifen Früchten vor.

Um Erythrit herzustellen, werden Kohlehydrate durch Pilze fermentiert. Eine Gärung, ähnlich wie beim Wein. Wie bei allen Zuckeralkohole, kann auch hier ein hoher Konsum zu Blähungen und Durchfall führen. Allerdings nicht so häufig wie bei Xylit oder anderen Ersatzstoffen.

Die Herstellung von Erythrit kann rein biologisch erfolgen. Traubenzucker und Pilze aus kontrolliertem Anbau werden hierzu verwendet. Deshalb ist Erythrit auch als Bio-Produkt in Bioläden und Drogeriemärkten wie ROSSMANN* und DM zu finden.

Hier gilt: Wenn es kein Zucker sein soll, aber süß, ist Erythrit eine gute Wahl.

 

Xylit ohne Zucker

Xylit ist ein zwar ein Zuckeraustauschstoff, wird aber synthetisch hergestellt. Der Stoff ist zu 100 % natürlich und wird aus Holz- und Maisfasern gewonnen. Es enthält weniger als die Hälfte Kalorien, genauer 40 %, als Zucker.  Er ist ein idealer Ersatz zum Backen, für Desserts und Marmeladen. Aufgrund seiner Eigenschaften ist der Zuckerersatz auch für Diabetiker Typ 2 geeignet.

Hier gilt:  Xylit ist auch eine gute Alternative zu Zucker.

Letztendlich ist der weitestgehende Verzicht auf Zucker der gesündeste Weg. Unser Tipp: Hin und wieder sich etwas Süßes gönnen und das Ganze mit Genuss.

Hinweis: *-Kennzeichnung ist ein Werbelink


 

Mehr zum Thema gesunde Ernährung

Brombeeren, Früchte mit Power

Karotten-Nusskuchen ohne Mehl

Zuckerfreie Ernährung. Warum eigentlich?


Anzeige

Mehr von Servus Senioren: