Akute Kreuzschmerzen? Bewegung hilft

Rücken- und Kreuzschmerzen sind mit über 60 Prozent die häufigste Gründe für einen Arztbesuch. Glücklicherweise steckt nur selten eine ernste Krankheit dahinter.
Autor: Servus Senioren

Bewegung hilft

 

Gesundheit im Alter

Akute Kreuzschmerzen? Bewegung hilft

Wussten Sie, dass bis zu 85 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal im Leben an Kreuzschmerzen leiden?  Die meisten von uns mit Rückenschmerzen leidet unter dem sogenannten nicht-spezifischen Kreuzschmerz: Das heißt, dass die Schmerzen keine organische Ursache, wie etwa eine Entzündung an der Wirbelsäule oder einen Wirbelkörperbruch haben. Bei einem Arztbesuch können diese Ursachen schnell ausgeschlossen werden.

 

Akute Kreuzschmerzen

Wer plötzlich unter Kreuzschmerzen leidet, kann sich manchmal kaum bewegen vor Schmerzen und möchte sich am liebsten schonen oder sogar ins Bett legen. Nach neusten Erkenntnissen ist dies jedoch nicht die bessere Wahl. Um akute Rückenschmerzen zu lindern, hilft vor allem Bewegung.

 

Was sind akute und nicht-spezifische Kreuzschmerzen?

Akut sind Beschwerden dann, wenn sie weniger als sechs Wochen bestehen. Unter nicht-spezifisch versteht man, wenn die Ursache für die Schmerzen nicht eindeutig erkennbar sind und es keine Hinweise auf eine ernsthafte Erkrankung gibt.

 

Ursachen für akute Kreuzschmerzen

Länger anhaltende psychische Belastungen, wie Ängste oder Probleme in der Familie  können für akute Kreuzschmerzen eine Ursache sein. Anspannung verkrampft die Muskeln und führen zu Fehlbelastung und Verspannung. Längere Fehlhaltungen des Körpers, zum Beispiel langes Sitzen oder andere Tätigkeiten, mangelnde Bewegung oder auch Übergewicht sind weitere mögliche Ursachen.

 

Das hilft bei akuten Kreuzschmerzen

Sie wollen Ihre Kreuzschmerzen so schnell wie möglich wieder loswerden? Das hilft:

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Bewegung statt Bettruhe

Werden Sie trotz der vermeintlichen Einschränkung körperlich aktiv. Behalten Sie im Alltag die ganz normalen körperlichen Tätigkeiten bei, so gut es geht. Wer sein Bewegungsprogramm Schritt für Schritt wieder aufnimmt und sich täglich bewegt, fördert immens seine Gesundheit.

Nach Ausführungen der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie kann Bettruhe dagegen die Schmerzen verstärken und sogar dazu führen, dass diese chronisch werden.

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Schmerzmittel so viel wie nötig

Schmerzmittel* und Entzündungshemmer*  können die Behandlung von Kreuzschmerzen unterstützen und helfen wieder in Bewegung zu kommen. Allerdings sollten diese so kurz wie möglich und in geringstmöglicher Dosierung eingesetzt werden.

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Akupunktur, Physiotherapie & Co

Nach Aussage von Prof. Dr. Kladny, Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie,  sollte von einer rein passiven Therapie, wie Massage oder Taping, abgesehen werden. Nur in Verbindung mit aktivierenden Maßnahmen sind diese Therapien gewinnbringend.

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Multimodales Behandlungsprogramm

Sollten die Beschwerden länger andauern, raten Ärzte zu einem multimodalen Behandlungsprogramm, bestehend aus Schmerztherapie, Bewegung, Gymnastik, Entspannungstraining und psychotherapeutischer Therapie.

Quelle: DGOU
 


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