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Vorsicht im Winter: Kälte ist ein Risiko fürs Herz

Eisiger Wind und Minusgrade sind nicht nur für Herzpatienten Risikofaktoren.

Autor: Servus Senioren
Kälte und Herz

 

 

Herz braucht Wärme

Vorsicht im Winter: Kälte ist ein Risikofaktor fürs Herz

 

Extreme Kälte belasten das Herz. Bei Kälte verengen sich die Blutgefäße und das Herz muss stärker arbeiten. Ein schwaches Herz ist dann nicht selten überfordert.

Herzpatienten sollten bei Temperaturen unter null Grad besonders vorsichtig sein und große Anstrengungen vermeiden. An sehr kalten Tagen steigt sogar die Zahl an Herzinfarkten, wie eine schwedische Langzeitstudie an mehr als 280.000 Patienten zeigt. „Brustschmerzen oder Atemnot sollten daher insbesondere im Winter nicht auf die leichte Schulter genommen werden“, warnt der Herzspezialist Prof. Dr. med. Voigtländer vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung. „Geht ein bisher Gesunder in die Kälte hinaus und bekommt plötzlich Schmerzen, einen Druck oder Brennen im Brustkorb und Atemnot, dann ist das ein Warnzeichen. Umgehend sollte ein Arzt aufgesucht werden, der das Herz gründlich untersucht.“ Die Symptome können Vorboten eines Herzinfarkts sein.

Besonders gefährdet sind Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit und Angina pectoris-Beschwerden oder nach einem Herzinfarkt. Starke Kälte belastet die Herzkranzgefäße, indem sich die Gefäße verengen und die Blutversorgung des Herzmuskels vermindern, der dadurch weniger Sauerstoff bekommt. Gleichzeitig werden auch die Widerstandsgefäße im übrigen Körper verengt, der Blutdruck steigt an,  sodass das Herz gegen einen größeren Widerstand anpumpen muss. „Besonders wachsam sollten in den Wintermonaten auch Hochdruckpatienten und Betroffene mit Herzschwäche sein.“

 

So kommen Sie gut durch den Winter

Große Anstrengungen bei Kälte vermeiden
Wenn Sie bereits an einer Herzerkrankung leiden, sollten Sie bei Minusgraden auf starke körperliche Anstrengungen wie Schneeschippen verzichten.  Zwar ist regelmäßige Bewegung auch im Winter empfehlenswert, das wäre aber ein Zuviel.

Spaziergänge oder der Kondition angepasste Walkingrunden sind gesundheitsförderliche Aktivitäten. Sollten es sich die Temperaturen um die Null Grad bewegen, legen Sie sich am besten einen wärmenden Schal über Mund und Nase, so gelangt angewärmte Luft in die Atemwege. Bei extremer Kälte ist es sinnvoll, das Training in die Sporthalle oder ins Schwimmbad zu verlegen.

Einzelne Studien deuten darauf hin, dass auch eine kühle Wohnung den Blutdruck erhöhen und das Herz gefährden kann. Koronarpatienten sollten daher die Wohnung angenehm warm halten, ohne sie zu überheizen.

 

Herzmedikamente schützen – auf regelmäßige Einnahme achten

Im Winter sollte Menschen mit Herzerkrankung regelmäßig den Blutdruck gemessen und besonders sorgfältig ihre Medikamente nehmen. Eine aktuelle finnische Studie bestätigt, dass Kälte die Prognose bei Herzpatienten ungünstig beeinflussen kann. Gemäß der Studie schützt eine regelmäßige Einnahme von Herzmedikamenten wie ASS, Betablockern oder Nitraten Herz-Kreislauf-Patienten vor einem akuten Koronarereignis, wie zum Beispiel Herzinfarkt oder Angina pectoris.
„Bei einigen Betroffenen muss – und dies nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt! – die Dosis der Arzneien im Winter angepasst werden, da der Blutdruck in der kalten Jahreszeit oft höher liegt“, betont Prof. Voigtländer vom Cardioangiologisches Centrum Bethanien in Frankfurt.

 

Gut zu wissen:

Wichtig ist der Zeitpunkt der Medikamenteneinnahme. Aufgrund dessen, dass der Blutdruck bei den meisten Patienten nach dem Aufstehen ansteigt, ist es ratsam, dass die Tabletten morgens bevor Sie hinaus in die Kälte gehen eingenommen werden.


Quelle:: Deutsche Herzstiftung

 

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