Knie-Arthrose & Sport. Welche Sportart ist richtig?

Wussten Sie, dass jeder dritte 45- bis 67 jährige in Deutschland an Arthrose erkrankt und ab 65 Jahren bereits jeder zweite?

Autor: Servus Senioren

Knie-Arthrose und Sport

 

Gesund alt werden

Knie-Arthrose & Sport. Welche Sportart ist geeignet?

Bereits jeder dritte 45 bis 67- jährige in Deutschland ist an Arthose erkrankt. Viele der Betroffenen schonen sich, weil sie Schmerzen haben oder verunsichert sind, welche Belastung sie ihren Gelenken zumuten können.  Dabei kann die richtige Sportart im richtigen Maß helfen, das Fortschreiten einer Arthrose zu bremsen. Nach einer Operation verbessert Bewegung das Zusammenspiel zwischen Kunstgelenk, Muskeln und Knochen.

 

Viel bewegen, wenig belasten

Bei Gelenkproblemen gilt der sportliche Grundsatz: viel bewegen, wenig belasten!

Dabei sind zyklische Bewegungen ideal, um das Gelenk ohne Krafteinsatz gleichmäßig zu bewegen. Eine Kombination aus Ausdauereinheiten, Dehn- und Kräftigungsübungen ist am wirkungsvollsten, um den ganzen Körper zu stärken und Verletzungen vorzubeugen. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie empfiehlt täglich 30 bis 40 Minuten, mindestens jedoch zweimal pro Woche zu trainieren.

Sportarten wie Squash, Hand-, Fuß- oder Volleyball, Joggen, Reiten, Ski alpin und Tennis sind aufgrund der abrupten Richtungswechsel und der hohen Stoßbelastung eher schädlich fürs Gelenk. Nur wer sie gut verträgt, darf sie in Maßen ausüben.

 

Diese Sportarten sind gut fürs Kniegelenk

  • Radfahren
  • Nordic Walking
  • Skilanglauf
  • Schwimmen
  • Aqua-Jogging und Wassergymnastik
  • Rudern
  • Aerobic
  • Ausdauertraining auf dem Cross-Trainer
  • Krafttraining im Fitnessstudio

Wichtig ist, auf das eigene Körpergefühl zu achten und bei Schmerzen einen Arzt aufzusuchen.  Schmerzt das Gelenk, ist es angebracht die Gelenke langsam an die Bewegung zu gewöhnen und Überbelastung zu vermeiden. Bandagen oder spezielle Einlagen können die Knie zusätzlich schützen.

Wer mit Übergewicht zu kämpfen hat, sollte zunächst versuchen das Gewicht zu reduzieren. Denn: überflüssige Pfunde erhöhen die Belastung für die Knie.

 

Keine Schonhaltung bei Schmerzen

Auch wenn das Gelenk schmerzt, gilt die Devise: Bewegung statt Schonung.

Wer sich – etwa aus Angst vor Schmerzen – kaum noch bewegt, produziert weniger Gelenkflüssigkeit. Der Knorpel im Kniegelenk wird dann spröde, was zu noch mehr Verschleiß und Schmerzen führt. Außerdem erhöht mangelnde Aktivität das Risiko für Übergewicht, Stürze oder eine Osteoporose.

Quelle: DGOU  Foto: Pixabay


 

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