Abkühlen! Tipps bei Hitze

Endlich Sommer, Sonne, Wärme. Aber muß es gleich so heiß sein? Mit diesen Tipps kommen Sie gut durch den Sommer.

Autor: Servus Senioren

 

Endlich Sommer

Abkühlen! Tipps bei Hitze

Ältere müssen mehr auf ihren Flüssigkeitshaushalt achten als jüngere, so ist das nun einmal.  Im Alter lässt oftmals das Durstempfinden nach und es wird weniger getrunken, die Gefahr eines Wassermangels steigt. Durch einen zu geringen Flüssigkeitszufuhr kann kann der Mensch so abgeschwächt sein, das er selbst nicht mehr in der Lage ist, einen bestehenden Flüssigkeitsmangel wahrzunehmen.  Hinzu kommt, dass die Fähigkeit der Nieren sinkt den Harn zu konzentrieren, und der Körper scheidet mehr Urin aus. Nur selten werden diese Symptome mit einem Flüssigkeitsmangel in Verbindung gebracht. Gerade im Sommer an besonders heißen Tagen, kann es schnell problematisch werden. Vor allem bei Senioren kann der Flüssigkeitsmangel zur sogenannten Hitzeerschöpfung oder im schlimmsten Fall zu einem lebensbedrohlichen Hitzschlag führen.

Nicht nur große Hitze kann zu körperlichen Problemen und Kreislaufschwäche führen, sondern auch reichlich Speisesalz oder eine zu hohe Eiweißzufuhr, Krankheiten mit Durchfall, sowie Erbrechen.

 

Symptome bei Flüssigkeitsmangel

Wer zu wenig Flüssigkeit im Körper hat, sollte auf erste Anzeichen wie Müdigkeit,  Konzentrationsschwäche, Mundtrockenheit, nachlassende Gewebespannung der Haut, eingeschränkte Leistungsfähigkeit bis hin zu Verwirrtheit, Schwindel und Erbrechen achten.

Gründe für mangelndes Trinkverhalten

Dass ältere Menschen zu wenig trinken, kann neben dem nachlassenden Durstempfinden auch andere Gründe haben. Insbesondere Angst vor nächtlichen Toilettengängen aufgrund von Inkontinenz oder Prostatabeschwerden, Schluckstörungen oder Vergesslichkeit, z. B. bei Demenz, sind häufige Trinkhemmnisse. Für Alleinlebende kann das Transportieren schwerer Getränke – ob vom Supermarkt nach Hause oder vom Keller in die Wohnung – ein Hindernis sein.

 

So tickt der Organismus

Der menschliche Organismus besteht beim Mann zu 60 %, bei der Frau zu 50 % aus Wasser. Mit zunehmendem Alter sinkt der Körperwasserbestand auf 45 % bis 50 %. Wasser übernimmt im Körper vielfältige und wichtige Funktionen. Es ist Bestandteil von Zellen und Körperflüssigkeiten, Reaktionspartner bei chemischen Prozessen, transportiert Nährstoffe und Abbauprodukte und reguliert die Körpertemperatur. Ständig geht über die Nieren, den Darm, beim Schwitzen und beim Atmen Wasser verloren. Normalerweise reguliert der Körper seinen Bedarf über das Durstempfinden. Durst entsteht, wenn der Körper mehr als 0,5 % seines Gewichts in Form von Wasser verloren hat. Bei einer Frau von 60 kg bedeutet dies einen Verlust von etwa 300 ml Wasser.

Eine Begrenzung der Flüssigkeitsmenge, ggf. sogar eine Bilanzierung, kann bei Patienten mit bestimmten Herzkrankheiten wie Herzinsuffizienz oder Störungen der Flüssigkeitsausscheidung, z. B. bei bestimmten Nierenschädigungen, erforderlich sein. Hier ist eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt unerlässlich.

 

Tipps bei Hitze

Mit diesen Tipps der Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. können Sie den Sommer genießen:

Sorgen Sie dafür, dass zu jeder Mahlzeit ein Getränk bereitsteht. Füllen Sie leere Gläser und Tassen gleich wieder auf.

Stellen Sie an häufig frequentierten Stellen in der Wohnung, z. B. neben den Kühlschrank oder am Fernseher, ein Getränk bereit. Dies erinnert ans Trinken.

Farbenfrohe Obstschorlen, Gemüsesäfte und Milchmixgetränke bringen Abwechslung: Trauben-, Apfel-, Orangen-, Rhabarber-, Pfirsichschorle, Tomatensaft, Karottensaft, Buttermilch mit Gurken und Kräutern pürieren, Beeren mit Milch mixen.

Auch wasserhaltige Mahlzeiten, insbesondere Suppen und Obst wie Pfirsiche, Nektarinen oder Melonen liefern Flüssigkeit. Schneiden Sie Obst in mundgerechte Stücke.

Bei Schluckbeschwerden helfen spezielle Trinkgefäße.

Ein Trinkplan gibt Ihnen und Ihren Angehörigen Hilfestellung:

Frühstück1 kleines Glas Wasser
2 Tassen Kaffee oder Tee
0,1 l
0,3 l
2. Frühstück1 Glas Fruchtsaftschorle0,2 l
Mittagessen1 Glas Mineralwasser0,2 l
Zwischenmahlzeit1 große Tasse Tee oder Kaffee0,2 l
Abendessen2 Tassen Kräutertee0,3 l
später Abend1 Glas Saftschorle, Mineralwasser oder gelegentlich 1 Glas Bier bzw. Weinschorle0,2 l
Gesamtmenge1,5 l

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.


 

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