Trockene Augen| Mögliche Ursachen & Tipps

Jeder zweiten Person über 50 Jahren machen trockene Augen zu schaffen.

Autor: Servus Senioren
Trockene Augen. Augen brennen
Gesundheit

Häufiges Augenleiden:  Trockene Augen.

Trockene Augen, auch Sicca-Syndrom genannt, ist eins der häufigsten Augenleiden unserer Bevölkerung. Mit zunehmendem Alter wächst die Zahl der Betroffenen. Ab 50 hat bereits jeder Zweite und ab 70 Jahren jeder mit dieser Krankheit zu schaffen. So auch ich. Allerdings sehe ich dieses Augenleiden nicht als Krankheit, sondern als Befindlichkeits-störung, vorausgesetzt sie ist nicht krankheitsbedingt verursacht.

Wer diese Augenleiden kennt, weiß wie sehr die Beschwerden das alltägliche Leben beeinträchtigen können. Deshalb ist es wichtig, gut für sich zu sorgen. Aber wie gelingt das, welche Tipps und Tricks können Erleichterung verschaffen?

 

Diese Symptome deuten auf trockene Augen hin:

BrennenJucken    Tränende Augen
FremdkörpergefühlMüdigkeit der Augen    Bindehautrötung
LichtempfindlichSehstörungen    Lidschwellung
SchmerzenVerklebte Augen    und andere

 

Funktion und Aufbau des Tränenfilms

Der Tränenfilm wird durch den Lidschlag auf der Augenoberfläche verteilt und  schützt so das Auge vor der Austrocknung, Bakterien, Pollen, Staub und anderen Umwelteinflüssen. Durch den Lidschlag, der 10-15 mal pro Minute stattfindet, werden die Partikel über den Tränenkanal entsorgt und weggeschwemmt.

Der Tränenfilm an sich besteht aus 3 Schichten. Die oberste Schicht ist fetthaltig. Sie wird von den Meibomdrüsen im Ober- und Unterlid gebildet und verhindert ein schnelles Verdunsten der wässrigen Schicht.

Die zweite  Schicht ist wasserhaltig und besteht aus 98 % Wasser und 2 % aus gelösten Salzen und Eiweißstoffen. Sie ist die dickste Schicht und sorgt für die Befeuchtung und Ernährung des Auges.

Die dritte und dünnste Schicht, Mucinschicht genannt, liegt direkt auf der Hornhaut und geht in die wässrige Schicht über. Sie sorgt dafür, dass der Tränenfilm an der Augen-oberfläche haften kann.

Wenn die Zusammensetzung gestört ist, verliert der Tränenfilm seine Funktion und es kann zu Infektionen, Entzündungen und trockenen Augen führen.

 

Ursachen von trockenen Augen

Eine der häufigsten Ursachen von trockenen Augen ist die altersbedingte verringerte Produktion von Tränenflüssigkeit.

Medikamente, die über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, können die  Tränenproduktion beeinflussen.

Hormonelle Umstellungen nach den Wechseljahren sind bei Frauen oft ein Auslöser für eine geringe Tränenproduktion. Aber auch Männer reagieren auf hormonelle Veränderungen, wenn auch nicht so ausgeprägt wie Frauen.

Eine weitere Ursache sind länger ausgerichtete Blicke auf einen Bildschirm, beim Arbeiten, Surfen oder Spielen, und viel Lesen. Dabei verlangsamt sich der Lidschlag, das Auge wird zu wenig versorgt und wird trocken.

Umwelteinflüsse wie trockene Heizungsluft oder Klimaanlagen, Staubpartikel, Pollenflüge oder Viren können ebenso eine Ursache sein.

Tipps & Tricks bei trockene Augen

Behandlung mit ‚künstlichen Tränen‘. Nach einer Empfehlung meines Augenarztes nehme ich Augentropfen in Ein-Dosen-Behältnisse; sie sind besser zu lagern und gut zu transportieren. Außerdem sollten die Tropfen frei von Konservierungsstoffen sein, denn die können die Augen noch zusätzlich reizen.

Ausreichend Flüssigkeit trinken, ca. 2 Liter am Tag, auch wenn es schwer fällt!

Lidrandpflege zur Vorsorge oder Therapie. Das Auge mit einer handwarmen Kompresse beruhigen und anschließend mit einem Wattestäbchen und abgekochtem, kaltem Wasser den Lidrand säubern.

Lidmassage ist Wellness für die Augen. Hier wird in einem Video vom Augenzentrum Bahnhof Basel eine Lidrandhygiene und Lidmassage gezeigt.

Luftbefeuchter sorgen für gutes Raumklima

Häufig Blinzeln – beim Lesen und bei der Arbeit am Computer

Lüften der Räumlichkeiten, mehrmals am Tag.

Wenn ich über einen längeren Zeitraum ausreichend Flüssigkeit trinke und regelmäßig meine Augen mit ‚künstlichen Tränen‘ befeuchte, kann ich meine Symptome zu 90 % verringern. Das zeigt, dass durch Disziplin und Durchhaltevermögen durchaus dieses Leiden minimiert werden kann.

 

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