Stress sorgt für Verdauungsstörungen

Fast jeder kennt Situationen, in denen das sensible Nervensystem im Darm zeigt, wenn wir mit einer Situation grenzwertig belastet sind.

Autor: Servus Senioren

Verdauungsstörungen im Alter

 

Gesund leben

Stress sorgt für Verdauungsstörungen im Alter

Fast jeder von uns hat schon einmal die enge Verbindung zwischen Gehirn und dem dichten Nervengeflecht im Darm zu spüren bekommen. Nicht um sonst spricht die Fachwelt vom Bauchhirn. Sorgen und Stress sind oft die Ursache für funktionale Verdauungsstörungen, die sich mit Verstopfung, Durchfall und Blähungen zeigen.

Aber was hat es damit genau auf sich? Wir fühlen dem Ganzen auf den Darm.

 

Wie funktioniert die Verdauung?

1 x 1 = 2 und was durch den Mund in den Körper gelangt, muss auch wieder raus.

Und das geht so:

Im Mund zerkleinern wir die Nahrung und mischen genüsslich mit Speichel das Ganze zu einem Brei.

In der Speiseröhre wird der Nahrungsbrei mit Hilfe der Wandmuskulatur langsam und kontrolliert richtig Darm transportiert.

Im Magen wird dem Nahrungsbrei Magensaft mit Enzyme und Salzsäure beigefügt, zersetzt den Brei  und tötet Bakterien und Keime  ab.  Gleichzeitig wird die Masse langsam weiter Richtung Dünndarm geschoben.

Der Dünndarm – der immerhin 5 bis 8 Meter misst (!) – leisten nun ganze Arbeit. Hier wird der Nahrungsbrei in einzelne Bausteine zerlegt und wichtige Vitamine und Mineralien werden durch die Darmschleimhaut aufgenommen und von dort weiter ins Blut zu den Organen transportiert. Gleichzeitig wird die restliche Nahrungsmasse Richtung Dickdarm geschoben.

Im Dickdarm wird der „restlichen“ Masse  Wasser und Salz entzogen und gefestigt.

Im Mastdarm, unsere Endstation, wird der Stuhlgang ausgelöst.

 

Ursachen für Verdauungsstörungen im Alter

Wer eine funktionierende Verdauung hat, macht sich keine Gedanken, gut so.

Eine normale, gut funktionierende Verdauung ist zwischen dreimal täglich und dreimal wöchentlich.

Wenn Verstopfung, Durchfall, Blähungen oder Völlegefühl plagen, wird der ganze Mensch, seine Psyche auch in Mitleidenschaft gezogen. Meist kommen noch schmerzhafte Symptome hinzu, die sich in Unwohlsein ausdrücken.

Psyche wirkt sich auf Verdauung aus…Verdauung wirkt sich auf Psyche aus… Psyche wirkt…  ein Teufelskreis.

Auch wenn funktionelle Verdauungsstörungen nicht gefährlich sind, schränken sie die Lebensqualität ein, manchmal gewaltig.

Die Ursachen sind individuell: ein vererbter Reizdarm, eine Veranlagung für einen empfindlichen Magen, nicht bekannte oder beachtete Emfindlichkeiten gegen Laktose, Gluten, Fruktose (Liste ist lang) oder eine geplagte Psyche.

Interessant ist, dass Frauen häufiger betroffen sind als Männer.

 

Warum nehmen Darmbeschwerden im Alter zu?

Gute Frage. Eigentlich sollte mit zunehmendem Alter mehr Gelassenheit dem Darm beruhigen. Die Ursachen sind vielfältig:

Im Alter kann ein geringerer Speichelfluss die Nahrungsverdauung erschweren.

Auch in der Speiseröhre lässt die Muskelkraft im Alter nach und kann zu Schluckbeschwerden führen.

Alkohol, Medikamente und Nikotin werden schlechter als in jungen Jahren vertragen, das sich der Magen langsamer entleert.

Der Dünndarm wird mit dem Alter träge und nimmt weniger Nährstoffe auf.

Die Muskeln im Dickdarm erschlaffen und transportieren die Nahrungsmasse träge Richtung Mastdarm, es kommt zur Verstopfung.

 

Welche Behandlungen gibt es?

An erster Stelle steht eine ärztliche Diagnose.

Im zweiten Schritt die Symptome nach Anweisung Ihres Arztes behandeln.  Auch natürliche oder alternative Mittel  können Linderung verschaffen. Bei Darmträgheit könnten Flohsamenschalen eine Alternative sein, bei Durchfall Pfefferminzöl  oder bei Bauchkrämpfen getrocknete Heidelbeeren.

Im dritten Schritt ist die Ursachenforschung wichtig und hier ist Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Forschergeist gefordert.

Beispiel

Bevor die Beschwerden auftraten

– gab es eine Aufregung?

-was habe Sie gegessen?

– welche Inhaltsstoffe waren in der Nahrung?

… usw.

Der vierte Schritt könne eine Ernährungsumstellung oder entspannende Aktivitäten, wie Sport oder Yoga, im Alltag sein.

Quelle:Deutschen Seniorenliga e.V.

 


 

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