Weihnachtsgeschichte Knecht Ruprecht

Eine Weihnachtsgeschichte für Erwachsene, Senioren und die, die es noch werden wollen.

Autor: Servus Senioren
Weihnachtsgeschichte Knecht Ruprecht

 

Frohe Weihnachten

Weihnachtsgeschichte Knecht Ruprecht

„How, how, how… Von drauß´ vom Walde komm ich her und muss euch sagen, es weihnachtet sehr“, ertönte die Stimme Knecht Ruprecht’s von der Eingangstür.

„Oh mein Gott, jetzt geht das wieder los“, kopfschüttelnd wandte sie sich dem Mann mit Rauschebart zu.

„… Allüberall auf den Tannenspitzen sah ich goldne Lichtlein blitzen…“  „Nein Knecht Ruprecht, du kommst vom Weihnachtsmarkt und die Tannenspitzen sind das Gerüst, mit dem die Lichterketten gehalten werden. Also, erzähle mir nichts!“

Unbeirrt sprach Ruprecht weiter: „Und droben aus dem Himmelstor, sah mit großen Augen das Christkind hervor und wie ich …“ Sie unterbrach ihn abermals „Ach was, das war Amira aus dem 19. Stock. Mit ihren schönen großen Kulleraugen bestaunt sie die vielen Lichter des Weihnachtsmarkts, aber das weißt du doch.“ Knecht Ruprecht ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und fuhr fort „… Und wie ich so strolcht durch den finstern Tann…“ Fast erstarrt entfuhr ihr „Wo warst du? …finstern Tann? Kaum ausgesprochen drehte sie sich um.  „Wo treibst du dich herum? Hier gibt es nur Mischwald… ah, du warst im Aufzuchtfeld der Weihnachtsbäume“, sprach sie.

Ruprecht bewegte theatralisch seinen Kopf zur Seite, sein Blick richtete sich in die Ferne und fuhr mit dunklen Stimme fort „… Da rief’s mich mit heller Stimme an `Knecht Ruprecht, rief es, alter Gesell, hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen an zu brennen…“

Ungeduldig unterbrach sie den alten Mann „Was willst du mir erzählen? Du bist schnurstracks auf die Autobahn gefahren und mit Vollgas in eine Radarfalle getappt. Das ist die Wahrheit. Von wegen Kerzen fingen an zu brennen, jetzt gibt es keine Äpfel und Nüsse für fromme Kinder, weil dein Gefährt still gelegt wird.“

Mit einer ruhigeren Stimme, fast schon liebevoll, richtete sie ihre Stimme an Knecht Ruprecht „Komm, zieh dein Kostüm aus, setzt dich auf’s Sofa, leg die Beine hoch und  kühle dein Knie, damit du morgen wieder auf den Weihnachtsmarkt gehen kannst. Du weißt, am 24. Dezember ist dein Job beendet und nur wenige Tage später geht es weiter mit den Jungs aus dem Morgenland.“ Fürsorglich reichte sie ihm den Eisbeutel aus dem Gefrierschrank und wandte sich wieder ihrer Hausarbeit zu.

Ruprecht tat, wie ihm geheißen wurde, kühle sein von Arthrose geplagtes Knie, schaute wohlwollend gehn Himmel und dachte `wann wird diese ignorante Bande in ihrer modernen digitalen Welt endlich verstehen, dass die Kommandozentrale wo anders liegt.“

 


 

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