Löwenzahn – Wirkung, Anwendung & Rezepte

Für die meisten Menschen ist Löwenzahn ein Unkraut, für Leber und Galle ein Wunderkraut.

Autor: Servus Senioren
Heilkräuter Löwenzahn

 

Gesundheit

Löwenzahn  – Wirkung & Anwendung

In der Heilkunde weiß man schon lange von der Wirkung des Löwenzahns, der unter anderem auch Apostelkraut, Augenmilch, Milchgrasblume, Pusteblume oder wilde Zichorie genannt wird. Als unverwüstliches Kraut, Ritze ist der Löwenzahl auch in der kleinsten Ritze auch im Hochsommer zu finden.  Diese Zähigkeit und Willensstärke wird auf den Anwender übertragen.

Schon im 16. Jahrhundert wird in alten Küchenbüchern von der heilbringenden Wirkung des Korbblütlers berichtet. So hieß es damals, dass das Tragen der Wurzel um den Hals, Flecken in den Augen vertreibe. Ob das dann wirklich so war?

 

Die Wirkung von Löwenzahn

Löwenzahn enthält vor allem den Bitterstoff Taraxacin, dessen Gehalt oder auch Bitterwert stark schwankt. Im Frühjahr ist der Wert in den Blättern am höchsten, im Juli und August in den Wurzeln. Außerdem enthält die Wurzel Gerbstoffe, Kautschuk und Insulin. Insulin ist in der Wurzel im Herbst von bis zu 40 % am höchsten. Auch wurde Asparagin, Cholin und Vitamine nachgewiesen.

Löwenzahn wirkt

appetitanregendblutreinigendverdaungsanregendabführend
stark harntreibendleberanregendgallenanregendstoffwechselanregend
blutdruckreinigendschweißtreibend krampflösend

 

Die richtige Erntezeit

Löwenzahn kann von März bis Oktober geerntet werden. Die meisten Bitterstoffe findet man im Frühling in den Wurzeln. Das Insulin wird am stärkstesn von Mitte August bis Ende September in den Wurzeln enthalten, während die höchste Anzahl der Fructose im Oktober zu finden ist. Blätter werden das ganze Jahr über geerntet, die Blüten jedoch nur von März bis Mai.

 

Anwendung der Heilpflanze

Vom Korbblütler können Wurzel, Blätter und Blume zur Nahrung und Heilung verwendet werden. In alten Kräuterbüchern findet man Löwenzahn- Rezepte in Form von Salat, Tee, Wein, Aufguss und Pflanzensaft.

Löwenzahn  für Stoffwechsel und Galle

Man kann schon fast sagen, dass Löwenzahn das Allheilmittel ist, da es für sämtliche Organe die an der Verdauung beteiligt sind heilbringend wirkt.

So regt er Stoffwechsel und Galle an, deshalb eignet er sich hervorragend für eine entschlackende Frühjahrskur. Dabei nimmt man über einen Zeitraum von vier Wochen täglich  1 bis 2 Portionen Tee oder Löwenzahnsaft ein. Durch seine entkrampfende Wirkung beruhigt der Tee, auch bei chronischen Leber- und Gallenleiden.

Löwenzahn für Niere und Blase

Löwenzahn wirkt harntreibend und schwemmt, mit dem Ableiten des Wassers aus dem Körper, auch Mineralstoffe aus. Anders als jedoch die pharmazeutischen „Wassertabletten“ fügt der Korbblütler wichtige Mineralstoffe, wie zum Beispiel Kalium, dem Körper wieder zu.  (Nicht umsonst wird der Löwenzahnsalat im elsässischen als Bettbrunzersalat bezeichnet.)

In der Küche

Im Frühjahr ist ein Löwenzahnsalat nicht nur eine gute Abwechslung auf dem Tisch, sondern eignet sich mit seiner blutreinigenden Wirkung zur Frühjahrskur. Die frischen sehr vitaminreichen Blätter werden im Elsass und in den angrenzenden Regionen Deutschlands zu einem köstlichen Salat mit Speck und Ei serviert.

Als Kapernersatz können die harten Blütenknospen in Estragonessig eingelegt werden.

Wer statt einem Espresso lieber Ersatzkaffee mag, kennt den Geschmack der gerösteten Wurzeln des Löwenzahns, allerdings wird hier die Bezeichnung Zichorie verwendet.

 

Rezept Löwenzahntee

Im Frühjahr frisch zubereitet: zu gleichen Teilen Löwenzahnwurzeln,-blätter,-und blüten zerkleinern und mischen. Davon drei Teelöffel mit einem 1/4 Liter gekochetem Wasser überbrühen und 4 Minuten ziehen lassen.

Getrockneter Tee: Die im Frühjahr gesammelten Wurzeln säubern und klein schneiden. Das Ganze an einem luftig warmen Ort mindestens 14 Tage trocknen lassen.
Für eine Tasse Tee lässt man zwei Teelöffel getrocknete Wurzeln über Nacht ziehen. Am darauffolgenden Morgen wird der Sud kurz aufgekocht.


 

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