Männer leiden öfter unter Schlafstörungen

Ursachen für Schlafstörungen gibt es reichlich, wie Stress, Sorgen oder Lärmquellen. Wenn sie allerdings mit einem Aussetzen des Atems einhergeht, wird es gefährlich.

Autor: Servus Senioren
Schlafstörungen

 

Bettruhe

Männer leiden öfter unter Schlafstörungen

Eine bundesweite Studie belegt, dass immer mehr Menschen unter der sogenannten Schlafapnoe leiden, wenn auch unter unterschiedlichen Formen. Vor allem bei den 55 bis 89-jährigen hat sich die Zahl der Patienten mit nächtlichen Atemaussetzer, in der Zeit von 2006-2016, mehr als verdoppelt. Dabei wurde auch festgestellt, dass die Schlafstörung bei Männern doppelt so häufig auftritt als bei Frauen.

 

Was ist eine Schlafapnoe?

Viele Menschen leiden an einer sogenannten obstruktiven, mechanisch bedingten Schlafapnoe. Ursache hierfür ist eine erschlaffte Muskulatur der oberen Atemwege. Die zeigt sich nicht nur durch besonders lautes Schnarchen, sondern viel schlimmer noch durch die Blockierung der oberen Atemwege für einige Sekunden. Diese Atemstillstände können in einer Stunde bis zu zehnmal und manchmal sogar noch öfter auftreten. Dies hat zur Folge, dass der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt, gleichzeitig der Kohlendioxidgehalt steigt und dadurch mehr Stresshormone ausgeschüttet werden, was sich wiederum negativ auf das Herzkreislaufsystem, der Lunge und die Psyche auswirken kann. Die Betroffenen selbst merkt häufig gar nicht die nächtliche Atemaussetzer, jedoch fühlen sie sich tagsüber müde und abgeschlagen. Kein Wunder, fehlt ihnen doch ein erholsamer Tiefschlaf. Die Folge der nächtlichen Atemaussetzer sind Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen, sowie Depressionen und Ängste.

Wer an einer leichten mechanischen Schlafapnoe leidet, kann mit einer Veränderung des Lebensstils und der Schlafgewohnheiten Positives bewirken.
Damit die Atmung nicht zusätzlich belastet wird, sollten Betroffene auf Alkohol, Zigaretten und Schlafmittel verzichten.
Weitere Ursachen für nächtliche Atemaussetzer können auch starkes Übergewicht, sowie vergrößerte Mandeln oder ein vergrößertes Gaumensegel sein.

Atemaussetzer können auch durch die Rückenlage beim Schlaf begünstigt werden, da die oberen Atemwege stärker zusammenfallen, als in einer Seitenlage.

 

Ärztliche Kontrolle

Wer unter Schlafstörungen leidet sollte in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.  Ein Internist klärt unteranderem, ob inneren Organe, wie Herz und Lunge,  die Ursache sind, während ein HNO-Mediziner die Atemwege nach Verengungen prüft. Sollten Anzeichen einer Depression erkennbar sein, können Psychotherapeuten hinzugezogen. Darüber hinaus kann ein Besuch im Schlaflabor Klarheit über Form und Ausmaß einer Schlafapnoe bringen.


Quelle: KKH; Foto: Pixabay

 

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