Eine Alternative für Hefe: Hefewasser selber machen

Hefewasser selbst herstellen geht so einfach und unkompliziert, dass auch ein Küchenmuffel Freude daran hat.

Autor: Servus Senioren

Wildhefe selbst herstellen

 

Backen ohne Hefe

Eine Alternative für Hefe: Hefewasser selber machen

Rosinenbrötchen, Apfeltaschen, Brot, Pizza… es gibt so viele Leckereien, die mit einem Hefeteig hergestellt werden.  Aber immer mehr Menschen reagieren mit einer Unbekömmlichkeit auf Hefe, sodass ein Alternative herzlich willkommen ist. Natürlich kann man Pizzateig auch mit Backpulver herstellen,  aber es ist nicht das Gleiche.

Vor einiger Zeit hatten wir festgestellt, dass Pizzen von zwei regionalen Pizzerien bekömmlicher waren, als die der Konkurrenten. Als Geheimtipp wurde uns eine lange Gehzeit für den Teig genannt. Aber auch beim Selbstversuch zu Hause, wollte sich eine Bekömmlichkeit nach einer anständigen hausgemachten Pizza nicht einstellen, trotz liebevoller Bearbeitung und einer langen Ruhezeit. Da muss es noch eine andere Möglichkeit geben.

Nach einer interessanten Surf Session im Internet haben wir eine Alternative zu Hefe gefunden:  Hefewasser, auch Fermentwasser oder Wildwasser genannt.

Für einen Menschen wie mich, der gerne isst, wissen möchte, was im Essen steckt, eine gesunde Ernährung sehr zu schätzen weiß, der aus diesem Grund keine Fertigprodukte kauft und weitestgehend jeden Tag kocht, aber die Koch- und Backzeit gerne auf ein Minimum beschränken möchte, weiß die Leidenschaft und Probierfreudigkeit einiger Küchenwiesel als Orientierung zu schätzen.

Und das haben wir ausprobiert:

 

Herstellung von Hefewasser

Die Herstellung verspricht eine einfache Handhabung und einen geringen Zeitaufwand.

Zutaten für 1 Liter:

1 Liter Flasche  (am besten eine Milchflasche aufgrund der breiteren Öffnung)

500 ml Wasser

1 EL Zucker

2 Datteln

 

So wird’s gemacht

1.Tag

Die Flasche sollte gut ausgespült sein. Zuerst den Zucker hineinschütten, anschließend das Wasser und zum Schluss die Datteln hinzufügen. Im Internet werden auch Rosinen, Bio-Aprikosen, Honig oder Apfelschalen empfohlen, aber wir hatten Datteln zu Hause und damit war die Entscheidung gefallen. Für welche Zugabe Sie sich auch immer entscheiden, wichtig ist, dass sie nicht chemisch behandelt wurde.

Die Flasche verschließen und anschließend gut schütteln, solange, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Bei Zimmertemperatur von ca.  24°C  in Ruhe arbeiten lassen.

2. Tag

Die Flasche kräftig schütteln, anschließend kurz öffnen, damit die Gase entweichen können, aber kein Sauerstoff in die Flasche gelangen kann.  –  2 mal pro Tag.

3. Tag

Die Flasche kräftig schütteln, anschließend kurz öffnen, damit die Gase entweichen können –   2 mal pro Tag. Eine leichte Schaumbildung und ein dezenter säuerlicher Geruch zeigt Ihnen, dass Sie auf dem richtigen Weg sind.

4. Tag

Jetzt wird das Hefewasser aufgefüllt und die Aktivität angerecht. Dazu wird benötigt:

400 ml Wasser

1 Dattel

1 EL Zucker

Verschließen und kräftig schütteln.

 

Vom 4. bis zum 8. Tag das gleiche Prozedere:

Zweimal täglich Flasche kräftig schütteln, kurz öffnen und anschließend wieder verschließen.

Am 9. Tag

Das Hefewasser ist gelungen, wenn ein säuerlicher Geruch in die Nase steigt und sich reichlich Schaum gebildet hat.

Nun das Wasser filtern und die Datteln entfernen. Die goldene Flüssigkeit in eine gut gereinigte Flasche füllen. Voila

Das Hefewasser wird wieder aufgefüllt mit Wasser und einer Dattel, sobald Hefewasser entnommen wurde. An den folgenden vier Tage wieder Flasche schütteln und kurz öffnen. Das restliche Hefewasser dient immer wieder als Grundstock, um neues Hefewasser anzusetzen. Das Wasser kann bis zu 2 Monaten im Kühlschrank aufbewahrt werden.

 

Also, ich bin mehr als zufrieden mit meinem Ergebnis. Mein Hefewasser ist jetzt zwei Tage alt und heute habe ich den ersten Teig-Versuch gestartet mit meiner Hefe-Alternative. Aber dazu später mehr.


 

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