Thema: Fitnessarmband und Datenschutz

Pünktlich zum Frühlingsanfang werden die Lebensgeister wieder wach. Hoch motiviert mit Fitness-Tracker am Arm kann es losgehen, aber was ist mit Datenschutz?

Autor: Servus Senioren

Fitnessarmband

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Ein Thema: Fitnessarmband und Datenschutz

Haben Sie auch schon Ihren Vorsatz, in diesem Jahr mehr Sport zu treiben, in die Tat umgesetzt? Nein, woran liegt es? Motivation, Wetter? Begründung Wetter geht immer, aber der Motivation kann man auf die Sprünge helfen. Ich habe mir als Motivationsgeber ein Wearables, ein Fitnessarmband, geschenkt.

Dieser kleine Computer am Armgelenk ist wirklich eine tolle Erfindung. Nicht nur, dass er alleine schon vom Aussehen her mir das Gefühl gibt, sportlich zu sein. Er hält zum Beispiel meine sportlichen Aktivitäten und Bewegungen fest und zeigt mir meinen aktuellen Pulswert.

An Tagen, an denen ich die Zeit am Computer vergesse, werde ich mit einem Piepton erinnert, mich zu bewegen. Gelingt es mir an mehreren Tagen in Folge aktiver zu werden und die jeweilige Tagesleistung zu steigern, erscheint ein Feuerwerk mit Tönen, um mich zu motivieren. Ist es sogar so, dass ich einen ausgiebigen Lauf schaffe, werden mehrere Feuerwerke abgeschossen…  das motiviert mich schon, wenn ich ehrlich bin.

Allerdings werden in Phasen mit weniger Aktivität, die Leistungs-Messlatte wieder an den jeweiligen Leistungsstand korrigiert, quasi rückwärts gerechnet. Dadurch wird die Belastung gesteuert, um einer Überlastung vorzubeugen.

So ein Mini-Computer, natürlich auch meiner, kann noch viel mehr, dafür ist allerdings eine App zu installieren und zu koppeln.

 

Sensible Datensammlung

Um genauere Daten zu erhalten, ist die Eingabe von Gewicht und Alter grundsätzlich nötig. Alle Daten, wie zum Beispiel Pulsfrequenz, verbrauchte Kalorien, Geschwindigkeit oder Schrittzahl werden mittels Bluetooth auf die App übertragen und oftmals auch direkt auf dem Server des Anbieters.  Wer diesen Vorgang kritisch sieht, sollte schon vor einem Kauf prüfen, wo die Daten landen. Stiftung Warentest fand Ende 2017 bei einem Test von 13 Wearables von 7 Herstellern deutliche Mängel beim Datenschutz.  Bei den Datennutzungsbestimmungen der meisten Anbieter steht, dass Anspruch darauf erhoben wird, gegebenenfalls Daten an Drittanbieter weiter zu geben, so zum Beispiel auch bei Apple*,  und . Drittanbieter? Nun, das können unterschiedliche Firmen sein,  wie zum Beispiel Kreditunternehmen oder Krankenkassen.

 

Ich möchte noch kurz erwähnen, dass Polar die Daten nicht wie andere Anbieter in die USA sendet, sondern in Europa belässt.

 

 

Allerdings können Fitnessarmbänder auch ohne App benutzt werden. Natürlich erhalten Sie so weniger Aufschluss über Ihren Fitnesszustand, aber zum Beispiel den aktuellen Puls, die Schrittanzahl und Kalorienverbrauch können Sie direkt am Arm ablesen.

Sie könnten auch den Mini-Computer nur temporär, also nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit verwenden, um keine „Informationskette“ zu bilden. (Dies ist allerdings nur notwendig, wenn Ihre Daten auf dem Server des Anbieters landet und Sie Daten schützen möchten).

 

Keine Datenschutzerklärung? Finger weg!

Eine Datenschutzerklärung muss bei einem neuen Gerät auf jeden Fall vorliegen. Im besten Fall erfüllt der Anbieter sogar schon die neue Europäische Datenschutz-Verordnung (EU-DSGVO).

 

Fazit:

Mein Fitnessarmband* begeistert mich immer wieder aufs Neue und nicht nur wegen des sportlichen Aussehens!

Alleine schon, dass ich erinnert werde, mich nach einer trägen Phase zu bewegen oder meine tägliche Schrittanzahl zu erhöhen, ist mir dieses Teil wert. Im Fitnessstudio habe ich meine Puls im Blick und beim Radfahren die Höhenmeter.

Allerdings verwende ich nur gezielt und temporär meine App, um meine Fitness im Blick zu behalten.


Hinweis: *-Kennzeichnung ist ein Werbelink

 

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