Sport ist gut für Gelenke, auch im hohen Alter

Wussten Sie, dass selbst 90-Jährige beim Krafttraining noch einen beachtlichen Leistungszuwachs von bis zu 150 Prozent erzielen können?

Autor: Servus Senioren

Sport im Alter

 

Sport im Alter

Sport ist gut für die Gelenke, auch im hohen Alter

Die Alten werden immer jünger!  Senioren stellen heute sehr viel höhere Ansprüche an ihren Körper und ihre Fitness als noch vor 30 Jahren. Damit steigt die Bereitschaft, sich bis ins hohe Alter und trotz Gelenkschäden körperlich zu betätigen. Mit Recht, wie eine Studie der Sporthochschule Köln beweist. Demnach können selbst 90-Jährige beim Krafttraining noch einen beachtlichen Leistungszuwachs von bis zu 150 Prozent erzielen.

Zwar nimmt im höheren Alter der Verschleiß an den Gelenken zu und der Körper benötigt längere Regenerationszeiten. Doch auch wenn bereits Gelenkschäden aufgetreten sind, sollte auf Sport nicht verzichten werden, denn eine gut entwickelte Muskulatur stützt und entlastet die Gelenke.

Auch bei einem künstlichen Gelenken an Hüfte oder Knie, sollte das Training nach einer Phase der Rehabilitation wieder aufgenommen werden.

 

Welche Sportart im hohen Alter?

Welche Art, Intensität und Dauer der sportlicher Aktivität am geeignetsten ist, sollte man mit seinem Arzt und Orthopäden abklären.

Zum Beispiel mit Schulterproblemen kann man auch weiterhin gut ein Lauf- oder Krafttraining für die Beine absolvieren.  Wer all die Jahre seinen Körper trainiert hat, kann auch im hohen Alter Sportarten wie Radfahren, Alpin-Skifahren oder Reiten ohne große Verletzungsgefahr betreiben. Untrainierte sollten sich nach Sportarten mit geringer Gelenkbelastung wie Schwimmen, Tanzen, Nordic Walking oder Golf umschauen.

 

Sport nach Gelenk- OP

Andere Regeln gelten für Senioren mit künstlichen Gelenken an Knie und Hüfte. Sie sollen sich zwar die ersten sechs Monate nach Einbau der Endoprothese schonen. Allerdings ist es empfehlenswert, sich auf sportliche Aktivität vorbereiten, indem Muskeln und Koordination trainiert werden. Denn auch ein künstliches Gelenk benötigt eine gute muskuläre Führung.

Die Furcht, beim Sport könne sich die Prothese lockern, hat sich in Studien als unbegründet erwiesen. Sogar das Gegenteil ist der Fall. Denn mangelnde Bewegung lässt die stützenden Muskeln verkümmern und begünstigen die Entwicklung einer Osteoporose, was wiederum die Verankerung des Impantats gefährdet. Menschen mit künstlichem Kniegelenk sollten jedoch auf Sportarten in Beugestellung verzichten. Hierzu gehören etwa Klettern, Joggen oder Rudern.


Quellen: DGOU

 

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