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Sicher Vererben und Schenken. Das Testament

Vererben und Schenken. Maßgeschneidert seinen Nachlass regeln.

Autor: Servus Senioren
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Recht

Das Testament: Wie vererbe ich richtig?

Das Thema richtig Vererben und Schenken ist vielschichtig. Wer sich frühzeitig mit diesem Thema beschäftigt, kann unter Umständen Steuern und damit bares Geld sparen.  Aber, wie erfolgt ein richtiges Vererben? Gibt es nicht eine gesetzliche Erbfolge die ausreicht? Oder doch besser eine Schenkung wählen? Fragen über Fragen.

Um uns einen ersten Überblick zu verschaffen, haben wir uns mit folgenden Fragen an eine Anwaltskanzlei gewandt.

 

Welche Möglichkeiten gibt es, um das eigene Erbe zu regeln?

Hier bestehen zwei Möglichkeiten

  1. Man kann die gesetzliche Erbfolge eingreifen lassen.
  2. Es gibt die Möglichkeit die Erbfolge durch ein Testament, größtenteils nach dem eigenen Willen, zu bestimmen.

 

Wie funktioniert die gesetzliche Erbfolge?

Die Erbfolge nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch tritt dann in Kraft, wenn ein Testament des Erblassers fehlt. Hiernach können nur Verwandte, Ehepartner, eingetragene Lebenspartner und Adoptivkinder des Erblassers erben.

Die konkrete Erbfolge richtet sich nach der Nähe des Verwandtschaftsverhältnisses. So gehören die Kinder und Enkelkinder des Erblassers zu Verwandten erster Ordnung. Zuerst sind die Kinder des Erblassers erbberechtigt.

Auch der Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner wird neben den Kindern zuerst erbberechtigt. Andere Verwandten können nur erben, wenn es keine Kinder oder Enkel des Erblassers gibt. Der Erbteil des Ehepartners richtet sich nach dem Güterstand des Erblassers.

 

Hier wird deutlich, dass die gesetzliche Erbfolge durchaus übersichtlich ist. Allerdings kann diese Regelung für den Erblasser unerwünschte Folgen haben. Wer sicher gehen will, dass die tatsächliche Erbfolge seinem wirklichen Willen entsprechend ausgeführt wird, sollte sich daher für ein Testament entscheiden.

 

Was kann in einem Testament geregelt werden?

Jeder kann nach Gutdünken festlegen, wer welche Teile seines Vermögens erben soll. Als Erben können dabei nicht-verwandte Personen oder auch Unternehmen, Vereine und Parteien eingesetzt werden.

Ebenso ist es möglich eine Person als Alleinerben einzusetzen. Allerdings ist zu beachten, dass in diesem Fall bestimmte Angehörige Anspruch auf einen sogenannten Pflichtteil haben. Dies kommt vor allem für Kinder und Ehepartner des Erblassers in Betracht. Diese haben dann gegen den Erben einen Anspruch auf die Hälfte ihres gesetzlichen Erbanspruches. Übrigens, der Pflichtteil kann nur in äußerst engen Grenzen entzogen werden. Ob einem Verwandten ein Pflichtteil zusteht, kann von einem Rechtsanwalt geprüft werden.

Der Erblasser kann zudem Personen bestimmte Gegenstände aus seinem Vermögen vermachen.

So weit, so gut. Das bedeutet, dass der Erblasser sein Vermögen vererben kann, wem er will und wie viel er will.  Ausnahme: Der Pflichtteil für Kinder und Ehepartner.

 

Wie kann ich ein Testament verfassen?

Das ist jedem selbst überlassen. Eine letztwillige Verfügung kann sowohl eigenhändig oder durch einen Notar verfasst werden. Entscheidet man sich für die eigenhändige Variante, muss das Testament auch vollständig handschriftlich verfasst sein. Ansonsten ist es ungültig und es gilt die gesetzliche Erbfolge. Außerdem sollte der Name des Verfassers eindeutig erkennbar sein. Auch die Angabe des Ortes und des Datums sollte das Testament enthalten.

 

Wie wird nach meinem Tod bekannt, dass ich ein Testament verfasst habe?

Im Falle einer notariellen Erklärung ist dies unproblematisch. Das Schriftstück wird amtlich verwahrt und nach dem Tod des Erblassers eröffnet.

Bei einem eigenhändigen Testament kann es allerdings dazu kommen, dass es nicht gefunden und somit nicht bekannt wird. Dementsprechend ist es sinnvoll auch die eigenhändige letztwillige Verfügung amtlich verwahren zu lassen, um Streitigkeiten zwischen Angehörigen zu verhindern. Zuständig sind dafür in der Regel die Amtsgerichte. Allerdings wird eine geringe Gebühr fällig. (Stand 2017: 75 Euro)

 

Wann sollte ich mich an einen Notar oder Rechtsanwalt wenden?

Im Fall, dass ein Vermögen an mehrere Personen vererbt werden soll. Ein Rechtsanwalt oder Notar kann in einem Beratungsgespräch auf kleine Ungereimtheiten hinweisen, die nur Juristen gleich erkennen. Für Erblasser, die ein Unternehmen vererben, ist der Gang zum Anwalt, Notar und Steuerberater unumgänglich.

Wer darf ein Testament aufsetzen?

Jede volljährige und voll geschäftsfähige Person. Darüber hinaus dürfen Jugendliche, ab einem Alter von 16 Jahren, ein notarielles Testament verfassen.

 

Können Ehepartner auch ein gemeinsames Testament verfassen?

Das ist selbstverständlich möglich. Häufig handelt es sich dabei um ein sogenanntes Berliner Testament. Hierbei setzen sich die Ehepartner gegenseitig als Erben ein. Sie bestimmen gemeinsam, ob und zu welchen Teilen das Vermögen auf die Kinder oder andere Verwandte nach ihrem Tod übergehen soll.
Übrigens, ein solches Testament können auch eingetragene Lebenspartner verwenden.

 

Übrigens:

Ein Erblasser kann jederzeit sein Testament ändern oder vernichten.


Unsere herzliche Danksagung geht an die Anwaltskanzlei TRUELSEN Rechtsanwälte, Herrn Lukas Panhans.

 

Das Interview verdeutlicht die Wichtigkeit, sich dem Thema ohne Zeitdruck zu widmen.

Um einen tieferen Einblick zu erhalten, sind die Informationsbroschüren von Stiftung Warentest zu empfehlen. Sie geben einen guten Aufschluss, welche Parameter in eine Überlegung einbezogen werden sollten. Wer allerdings auf Nummer sicher gehen will, ist mit einer anwaltlichen, individuellen Beratung gut bedient.

 

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