Nach schwerem Sturz: Hilfe zur Rückkehr nach Hause

Ein Sturz im Alter kann schnell passieren. AltersTraumaZentren helfen älteren Patienten wieder auf die Beine zu kommen.
Autor: Servus Senioren
Senioren nach Sturz

 

Leben im Alter

Nach schwerem Sturz: Hilfe zur Rückkehr nach Hause

Jedes Jahr stürzen hochbetagte Menschen, alleine in Deutschland 700.000, und erleiden einen Bruch des Oberschenkels, der Wirbel oder der Arme. Altersbrüche zählen aufgrund des demografischen Wandels mittlerweile zu den häufigsten Ursachen für eine Krankenhauseinweisung und spätere Pflegebedürftigkeit, Tendenz steigend.  Orthopäden und Unfallchirurgen gehen davon aus, dass sich die Zahl der Brüche bei hochbetagten Patienten in den kommenden Jahren verdoppeln oder verdreifachen könnte. So hat beispielsweise die Anzahl der Oberschenkelhalsbrüche in den vergangenen 15 Jahren um 20 Prozent zugenommen. Alleine bei den über 85- jährigen Frauen ist der häufigste Grund für eine Klinikeinweisung die Fraktur am Hüftgelenk. Mindestens die Hälfte der Patienten sind anschließend hilfsbedürftig oder können nicht mehr in ihr häusliches Umfeld zurück.

Das ist ein immenser und dramatischer Einschritt im Leben eines Patienten.

Die Behandlung von Knochenbrüchen bei Senioren ist sich durch das hohe Alter und die damit einhergehenden Begleiterkrankungen erschwert. „Die hochbetagten Patienten sind häufig gebrechlich, haben kognitive Einschränkungen und leiden an Herz- oder Niereninsuffizienz“, so Prof. Dr. Liener von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Um den hochbetagten Patienten und deren Bedürfnisse gerecht zu werden könne nur ein ganzheitlicher Behandlungsansatz gerecht werden, so Prof. Dr. Liener.

AltersTraumaZentren – der neue Weg

In den AltersTraumaZentren wir gemeinsam mit Altersmedizinern, Pflegekräften und Physiotherapeuten zusammenarbeiten, damit eine Rückkehr der Patienten in ihre eigenen vier Wänden wieder möglich wird.

Internationale Studien an älteren Patienten mit Knochenbrüchen haben zudem gezeigt, dass die Behandlung in einem interdisziplinären Team gemeinsam mit Altersmedizinern im Vergleich zur Standardbehandlung zu wesentlich besseren Ergebnissen führt. Deutlich mehr der Ältesten können nach der Akutphase und Rehabilitation wieder ihre Selbstständigkeit zurückgewinnen und zu Hause leben. Das erhöht deren Lebensqualität deutlich und spart Pflegekosten.

Um die Rehabilitation unfallgeschädigter hochbetagter Patienten zu verbessern, hat die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie Richtlinien für die optimale Versorgung erarbeitet. Kliniken, die diese Richtlinien erfüllen, können sich als AltersTraumaZentrum DGU® zertifizieren lassen. Aktuell sind deutschlandweit circa 60 Zentren zertifiziert. Das Interesse von Krankenhäusern an einer Zertifizierung ist groß.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der DGOU.


 

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